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Ausgabe 04/26
Der Countdown läuft
Grün behaupten reicht nicht mehr: Was die EmpCo für die Klimakommunikation bedeutet

Liebe:r Unterstützer:in,

am 27. September tritt sie nun in Kraft: die EmpCo-Richtlinie. Uns erreichen schon seit Wochen Anfragen von Unternehmen, die noch sehr verunsichert sind. Deshalb greifen wir in dieser Ausgabe das Thema ausführlicher auf und zeigen, was sich zukünftig für die Kommunikation von Umwelt- und Klimaaussagen ändert, warum wir von Klimaneutralitäts- und Kompensations-Claims abraten und wie Sie Ihr Engagement weiterhin glaubwürdig sichtbar machen können. Denn die neuen Regeln bedeuten nicht, dass Unternehmen weniger für den Klimaschutz tun oder darüber schweigen sollten. Es kommt vielmehr darauf an, besser darüber zu sprechen.

Außerdem beschäftigen wir uns mit der zunehmenden Hitze und den großen Bränden in Nordrhein-Westfalen. Unser Kollege Leon war als freiwilliger Feuerwehrmann selbst im Einsatz und berichtet, was es bedeutet, die Folgen solcher Extremereignisse unmittelbar zu erleben und zu bekämpfen.

Lassen Sie uns gemeinsam wachsen! 🌳

Monika Janssen und Rahel Rosenfeld 
Team Unternehmenskooperationen

Der Wald vor lauter Bäumen: Was ändert sich durch die neue Regulatorik?

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Foto: KI-generiert

Für die Kommunikation freiwilligen Klimaengagements gelten künftig strengere Anforderungen. Mit der EmpCo-Richtlinie müssen Unternehmen Umwelt- und Klimaaussagen ab dem 27. September 2026 noch sorgfältiger formulieren und belegen. Pauschale Begriffe wie „grün“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ sind nur noch unter strengen Voraussetzungen zulässig. Auch bei Aussagen zu Klimaneutralität und Kompensation ist künftig besondere Vorsicht geboten.

Gleichzeitig verändert Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens den Umgang mit Emissionsgutschriften. Sogenannte Corresponding Adjustments sollen verhindern, dass dieselbe Emissionsminderung mehrfach angerechnet wird. Entsprechend gekennzeichnete Gutschriften sind bislang jedoch nur begrenzt verfügbar.

Für Unternehmen bedeutet das beides: Freiwilliges Klimaengagement bleibt wichtig – es sollte künftig aber anders eingeordnet und kommuniziert werden. Im Mittelpunkt steht nicht mehr der rechnerische Ausgleich eigener Emissionen, sondern die Finanzierung zusätzlicher Klimaschutzmaßnahmen als Ergänzung zu den eigenen Reduktionen. Unternehmen leisten damit einen konkreten Beitrag zum globalen Klima- und Biodiversitätsschutz, statt vermeintliche Klimaneutralität zu versprechen.

Kurz gesagt: Es geht nicht darum, weniger zu tun oder über das eigene Engagement zu schweigen – sondern konkreter, transparenter und wirkungsorientierter darüber zu sprechen.

Unsere 7 Leitprinzipien für transparente Kommunikation 

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Kommunizieren Sie freiwillige Maßnahmen zum globalen Klima- und Biodiversitäts-schutz immer als
Ergänzung zu Ihren eigenen Reduktionsmaßnahmen.
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Stellen Sie die Wirkung Ihres freiwilligen Engagements in den Fokus, nicht die Neutralisierung oder
Kompensation Ihrer Emissionen.
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Klimaneutral-Claims, insbesondere produktbezogene Claims, sind tabu. 
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Vermeiden Sie pauschale Umweltversprechen wie „grün“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“. Beschreiben Sie lieber konkret, was Sie unterstützen und in welchem Umfang.
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Treffen Sie nur Aussagen zu den erzielten Wirkungen, die nachvollziehbar zu belegen sind. Verweisen
Sie möglichst auf weiterführende Informationen zu den Projekten.
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Die Nutzung des unseres Logos oder die Bezeichnung als Partner sind nicht automatisch möglich. Stimmen Sie diese Kommunikation besser vorab mit uns ab.
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Wir unterstützen Sie gerne bei der Formulierung Ihrer Kommunikation und prüfen Texte oder Social-
Media-Beiträge vor der Veröffentlichung. Eine rechtliche Beratung ersetzen unsere Empfehlungen
dabei nicht.

Laden Sie unseren EmpCo-Leitfaden herunter und erfahren konkrete Formulierungen für die Kommunikation unserer Spendenangebote.

Waldbrand im Hürtgenwald:
Jetzt muss die Vorsorge beginnen

Rund 300 Hektar Wald wurden im August bei dem verheerenden Brand im Hürtgenwald im Kreis Düren zerstört. Zeitweise waren etwa 1.400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Polizei, Bundeswehr und weiteren Hilfsorganisationen vor Ort. Starker Wind, schwer zugängliches Gelände und die Belastung des Gebiets mit Weltkriegsmunition erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Eine Woche nach Ausbruch des Feuers konnten die letzten Kräfte die Einsatzstelle verlassen.

Mittendrin: Unser Kollege Leon, gemeinsam mit der gemeinnützigen Hilfsorganisation @fire. Von Donnerstagabend bis Sonntagnachmittag unterstützte er den Einsatz. Bei PRIMAKLIMA beschäftigt sich Leon mit unseren nationalen Waldprojekten, in seiner Freizeit engagiert er sich seit Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. Damit verbindet er zwei Perspektiven, die künftig noch stärker zusammengedacht werden müssen: Waldentwicklung und Waldbrandvorsorge.

Denn hohe Temperaturen und längere Trockenperioden lassen Vegetation und Waldböden austrocknen und erhöhen das Brandrisiko. Besonders gefährdet sind unter anderem lichte Wälder und Nadelholzreinbestände. Einen vollständig „brandsicheren“ Wald gibt es jedoch nicht. Prävention bedeutet deshalb, Risiken auf mehreren Ebenen zu verringern: durch struktur- und artenreiche, standortangepasste Wälder, gesunde Böden und einen verbesserten Wasserrückhalt in der Landschaft. Ebenso wichtig sind befahrbare Waldwege, erreichbare Löschwasserstellen, aktuelle Gefahrenkarten, eine schnelle Branderkennung sowie regelmäßige gemeinsame Übungen von Forst und Feuerwehr.

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                      Leon bei einem Feuerwehr-Einsatz 2017 in Köln-Dellbrück.

„Die Waldbrände zeigen einmal mehr, dass wir Krisen gemeinsam bewältigen können. Gleichzeitig müssen wir die Prävention stärken. Im Wald bedeutet das, ihn vielfältiger und gesünder zu machen. Bei unseren Wiederbewaldungsprojekten belassen wir deshalb zum Beispiel vorhandenes Holz auf den Flächen und ergänzen, wo nötig, durch Pflanzungen“, sagt Leon.

Dabei braucht es stets standortbezogene Entscheidungen. Totholz ist für Biodiversität, Nährstoffkreisläufe und die Entwicklung lebendiger Waldböden wichtig. Feines, trockenes Astmaterial kann die Brandausbreitung jedoch fördern, während größere liegende Stämme meist weniger leicht entflammbar sind, aber Löscharbeiten behindern können. In der Nähe von Siedlungen, Straßen und anderer wichtiger Infrastruktur können daher gezielte Sicherungszonen und ein angepasstes Management notwendig sein. Ein pauschales „alles liegen Lassen“ oder „alles Räumen“ greift da zu kurz.

Unser Dank gilt allen Einsatzkräften und freiwilligen Helfer, die über Tage hinweg gemeinsam gegen den Waldbrand gekämpft haben. Für die Zeit nach dem Feuer bleibt eine ebenso wichtige Aufgabe: Wälder und Einsatzstrukturen so weiterzuentwickeln, dass sie auf kommende Extremereignisse besser vorbereitet sind.

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                                                                                                                                             Fotos: @fire

Wissen Sie schon, wohin Ihre Weihnachtsspende geht?

Weihnachten kommt wie immer schneller, als man denkt: Im nächsten Newsletter stellen wir Ihnen unser diesjähriges Weihnachtsangebot für Unternehmen ausführlich vor. Mit „Spenden statt schenken“ können Sie auf klassische Präsente verzichten und stattdessen in die Zukunft unserer Wälder investieren und so ein Zeichen für Klima und Wälder setzen.

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Sie möchten einen Klimaschutzbeitrag zur Einbindung Ihrer CO2-Emissionen leisten, einen eigenen Unternehms-wald pflanzen lassen oder haben eine Frage?

Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Wir beraten Sie gerne!

E-Mail    kooperationen@primaklima.org
Telefon   0221 - 717938 - 70

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Deutschland

+49 221 71 79 38-0
info@primaklima.org
https://www.primaklima.org/
CEO: Dr. Henriette Lachenit (Vorstandvorsitz | Geschäftsführung), Lars Forjahn (Vorstand | Geschäftsführung)
Register: PRIMAKLIMA e.V. hat seinen Sitz in Köln. Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nr. VR 19243 eingetragen.
Tax ID: DE265950254

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